Bildungsrecht aus Leidenschaft

Wenn wir mit anderen Kollegen ins Gespräch kommen, kommt nicht selten die Frage: Ihr macht Bildungsrecht? Warum das denn? Die Antwort mag für manchen Juristen überraschend sein: Weil es unsere Leidenschaft ist!

Von den vielen Rechtsgebieten haben wir / hat uns das ausgesucht, das während des Studiums überhaupt nicht und während des Referendariats nur mit viel Glück gelehrt wird. Es gibt wenig Fachliteratur, dafür aber umso mehr Rechtsprechung. Das Bildungs- und Prüfungsrecht entsteht als sogenanntes Richterrecht durch ständige Rechtsfortbildung. Diese Rechtsprechung schreiben wir mit, indem wir prüfungsrechtliche Problemstellungen lösen und notfalls gerichtlich durchsetzen. Wir verändern Gesetze und Verordnungen, indem wir hochschul- oder ausbildungsrechtliche Vorschriften anfechten. Wir versuchen jeden Tag, die Bedingungen für Prüflinge in Deutschland zu verbessern.

Ein Grundsatz im Prüfungsrecht stellt etwas nüchtern fest, dass ein Prüfling, der wiederholt oder endgültig eine Prüfung nicht bestanden hat, für das Studium oder die Ausbildung nicht geeignet ist. Aufgrund unserer Erfahrung im Bildungs- und Prüfungsrecht können wir aus vollster Überzeugung sagen, dass ein Prüfungsergebnis in den seltensten Fällen die wirkliche Leistungsfähigkeit eines Prüflings widerspiegelt. Genauso wie die Tatsache, dass wir immer wieder Bewertungsfehler oder Verfahrensfehler aufdecken können, ist es eine Grundwahrheit, dass Prüfungsleistungen ohne Bewertungs- oder Verfahrensfehler hätten anders bewertet werden müssen. Soll ein fehlender Punkt oder ein nicht gewährter Rücktritt von einer Prüfung wirklich darüber entscheiden, ob ein Prüfling für einen bestimmten Beruf geeignet sein soll oder nicht?

Wir haben die Entwicklung von so vielen Auszubildenden, Studentinnen und Studenten, Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendaren, Promovenden und anderen Prüflingen so nachhaltig begleitet und beeinflusst, dass wir davon überzeugt sind, etwas verändern zu können. Dabei wollen wir nicht den Eindruck erwecken, jeder unserer Fälle sei erfolgreich. Das ist nicht so. Im Bildungs- und Prüfungsrecht haben wir es in der Regel mit Behörden, Hochschulen und Hochschulpersonal zu tun, die prüfungsrechtlich durchaus geschult sein. Selbst wenn wir Fehler finden, bedeutet das noch nicht, dass diese auch durchsetzbar sind. Es ist und bleibt ein Kampf, nicht zwingend gegen Windmühlen, aber zumindest gegen die Mühlen der Verwaltung und Justiz.

Die Spezialisierung von Herrn Rechtsanwalt Ronnenberg begann mit der Gründung einer Einzelkanzlei in Berlin, Prenzlauer Berg und der Idee ein Rechtsgebiet zu bearbeiten, das nur wenige anbieten. Wichtig war von Anfang an, Mandantinnen und Mandanten bundesweit zu beraten und zu vertreten. Aus dieser Idee entstand die Kanzlei Ronnenberg, in Berlin und Hamburg und später die Partnerschaftsgesellschaft Reimann Linden Ronnenberg Rechtsanwälte mit Sitz in Hamburg, die nun durch die Partnerschaftsgesellschaft von Rechtsanwälten Reimann Ronnenberg weitergeführt wird.

Neben den allgemeinen und speziellen Fragen des Prüfungsrechts, legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Anfechtung von Prüfungsanfechtungen. Wo Subjektivität ein Teil des Bewertungsvorgangs ist, ist die Objektivität zu wahren. Diese Objektivität versuchen wir zu unterstützen und auszugleichen. Aufgrund der Subjektivität einer Prüfungsbewertung kann diese nicht selten einer objektiven Beanstandung nicht standhalten. Prüfende sind eben auch „nur Menschen“ und sind beeinflusst von eigenen Lösungswegen und eigenem Wissen. Selbst eine Lösungsskizze kann die Objektivität nicht ersetzen, da sie für die Prüfenden nur eine Empfehlung darstellt, die auch falsch sein kann. Sogar medizinische Multiple-Choice-Tests sind nicht vollends objektiv. Die Bewertung ist nur vorverlagert, nämlich auf den Zeitpunkt der Punktevergabe bei Klausurerstellung durch das IMPP. Bei juristischen Klausuren oder mündlichen Prüfungen sind subjektive Wertungen darüber hinaus an der Tagesordnung. Da wir die Bewertung der Prüfer nicht ersetzen können, schätzen wir Ihre Prüfungsleistung immer objektiv ein, ohne sie besser oder schlechter zu machen. Schließlich geht es um Bewertungsfehler und Verfahrensfehler.

Als weitere Komponente schreiben wir uns das Hochschulrecht auf die Fahne. Dabei geht es nicht nur um den Hochschulzugang, sondern um die Beratung und Vertretung von Hochschulen und Bildungseinrichtungen selber. So können wir helfen, das Bildungsrecht und Prüfungsrecht weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme und wollen als offene Rechtsanwaltskanzlei verstanden werden. Der Kontakt zu einem Rechtsanwalt ist nicht für jeden gewohnt und vielleicht sogar komplett neu. Durch die vielfältigen Kontaktmöglichkeiten möchten wir Ihnen die Kontaktaufnahme erleichtern und die eventuellen Hürden oder Bedenken nehmen. So können wir Ihnen nur helfen, wenn Sie sich bei uns melden. Alles Weitere besprechen wir dann im Rahmen eines ersten Gesprächs.

REIMANN RONNENBERG

Die Partnerschaft

Die REIMANN RONNENBERG PartGmbB ermöglicht eine fokussierte Interessenvertretung im Bildungsrecht, Prüfungsrecht, Hochschulrecht und bei Prüfungsanfechtungen. Wir gewährleisten eine professionelle und effiziente Rechtsberatung in einem Bereich, der für viele zu speziell, für uns aber gerade speziell genug ist.

Grundsätzlich arbeiten wir in allen Angelegenheiten mit dem Ziel, unter Vermeidung langwieriger und damit kostenintensiver Rechtsstreitigkeiten, stets die sinnvollste Lösung für unsere Mandanten zu erreichen. Dabei suchen wir einen Weg, der schon im vorgerichtlichen Verfahren zum Erfolg führt. Das erfordert eine außerordentliche Kenntnis der Besonderheiten und ein stetiges Engagement in einem Rechtsgebiet, das sich permanent weiterentwickelt.

Wir helfen Ihnen gerne, Ihre Ziele zu verfolgen und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.