Prüfungsanfechtung in Sachsen-Anhalt
2. Staatsexamen Jura

In Sachsen-Anhalt legen nur wenige Referendarinnen und Referendare ihr 2. Staatsexamen ab (im Schnitt 60-70 Prüflinge). Da die eher niedrige Durchfallquote mit 12-13% im Bundesdurchschnitt liegt, führen wir im Verhältnis zu anderen Bundesländern weniger Prüfungsanfechtungen durch. Das bedeutet aber nicht, dass es in Sachsen-Anhalt nicht auch prüfungsrechtliche Probleme und bewertungsfehlerbehaftete Prüfungsleistungen gibt. Daher bieten wir unsere Erfahrung und Kompetenz bei Prüfungsanfechtungen des 2. Staatsexamens gerade auch in Sachsen-Anhalt an. Sollten Sie mit dem Ergebnis Ihres 2. Staatsexamens in Sachsen-Anhalt nicht zufrieden sein, beraten wir Sie gerne über die Möglichkeiten einer Prüfungsanfechtung. Es gibt keinen Grund sich mit einer Bewertung einverstanden zu erklären, wenn Sie der Ansicht sind, dass diese nicht gerechtfertigt ist. Sie müssen auch nicht befürchten, dass Sie beim Erfolg einer Prüfungsanfechtung von den Prüfern in der mündlichen Prüfung anders behandelt werden. Obwohl sich diese Befürchtung unter den Prüflingen hartnäckig hält, ist sie keineswegs berechtigt. Im Gegenteil, ein juristisches Prüfungsamt wird Ihnen die Wahrnehmung Ihnen zustehender Rechtsbehelfe nicht negativ anrechnen. Uns ist kein einziger Fall bekannt, in dem es beim Erfolg einer Prüfungsanfechtung in der mündlichen Prüfung zu irgendwelchen Nachteilen gekommen wäre.

Im Rahmen des 2. Staatsexamens werden in Sachsen-Anhalt 8 Klausuren geschrieben, die 60% des Gesamtergebnisses des 2. Staatsexamens ausmachen. Das Ergebnis dieser 8 Klausuren sind die Voraussetzung zur Zulassung zur mündlichen Prüfung. Auch wenn die eher geringe Durchfallquote in Sachsen-Anhalt erfreulich ist, fallen jedes Jahr eben auch Prüflinge durch. Da die Härtefallregelung in Sachsen-Anhalt streng ist, ist es wichtig bei einem misslungenem 2. Staatsexamen die Möglichkeiten einer Prüfungsanfechtung in Betracht zu ziehen. Aber auch für die Kandidatinnen und Kandidaten im Prädikatsbereich gilt, dass eine Anfechtung Sinn machen kann, wenn Punkte zum Erreichen des Prädikats fehlen. Unsere Mandanten setzen sich in Sachsen-Anhalt aus 20% „Notenverbesserern“ und 80% Durchfallern“ zusammen.

Wann ist aber ein Prüfling in Sachsen-Anhalt durch das 2. Staatsexamen durchgefallen und wann hat er es zumindest schriftlich bestanden?

Nach § 48 (1) JAPrVO gilt:

Die mündliche Prüfung ist erreicht, wenn entweder

1. mindestens fünf Aufsichtsarbeiten mit wenigstens 4,00 Punkten bewertet worden sind oder

2. vier Aufsichtsarbeiten mit wenigstens 4,00 Punkten bewertet worden sind und die Summe der Einzelbewertungen nicht geringer als 28,00 Punkte ist.

Um den schriftlichen Teil des 2. Staatsexamens in Sachsen-Anhalt zu bestehen, gibt es also zwei Möglichkeiten. Entweder bestehen Sie 5 der 8 Klausuren oder Sie bestehen 4 Klausuren bei 28 erreichten Rohpunkten. Nach unserer Erfahrung der letzten Jahre spielt die Nr. 1 bei Prüfungsanfechtungen eine eher geringe Rolle. Häufiger sind die Fälle, in denen der Prüfling im Schnitt 3,5 Punkte erreicht, aber keine 4 bestandenen Klausuren vorweisen kann. Hier würden wir mit der Einschätzung zu den Erfolgsaussichten einer Prüfungsanfechtung ansetzen.

Die Einschätzung zu den Erfolgsaussichten einer Prüfungsanfechtung nehmen wir vor, nachdem wir die Prüfungsakte beim Landesjustizprüfungsamt Sachsen-Anhalt angefordert haben. Die Akteneinsicht beantragen wir in der Regel im Rahmen der Widerspruchseinlegung. Widerspruch muss zwingend innerhalb eines Monat nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses erfolgen. Dies ist eine Notfrist, die nicht verlängerbar ist. Bitte merken Sie sich daher, an welchem Datum Sie den Bescheid erhalten haben. Wir erhalten die Prüfungsakte in Sachsen-Anhalt innerhalb von 7-10 Arbeitstagen. Nach einer kurzen Sichtung aller Klausuren, suchen wir uns dann die Klausuren heraus, die für Ihre Konstellation wichtig sind. Für die Einschätzung Ihrer Klausuren nehmen wir uns die Zeit, die erforderlich ist, können Ihnen aber in der Regel 3-4 Tage nach Aktenerhalt ein Ergebnis präsentieren. Die schriftliche Einschätzung senden wir Ihnen per E-Mail, Sie können uns aber auch gerne vorher anrufen, um nach dem Stand der Bearbeitung zu fragen. Am Ende jeder Einschätzung geben wir eine Empfehlung ab, wie nach unserer prüfungsrechtlichen Ansicht weiter zu verfahren ist. Sollten wir keine Bewertungsfehler gefunden haben, teilen wir Ihnen das mit. Aus prüfungsrechtlicher Sicht wäre es dann sinnvoll, den Widerspruch zurückzunehmen. Allerdings lassen wir in die Einschätzung auch unsere Kenntnisse über die einzelnen Prüferinnen und Prüfer mit einfließen. Daher können wir Ihnen auch sagen, ob ein Prüfer z.B. zu einer Anhebung neigt, selbst wenn kein gravierender Bewertungsfehler vorliegt. Natürlich kennen wir auch Prüferinnen und Prüfer, die noch nie eine Anhebung vorgenommen haben. Andere „weiche“ Faktoren beziehen wir ebenfalls in unsere Einschätzung mit ein. Es macht z.B. bei einer Punktedifferenz zwischen Erst- und Zweitprüfer gelegentlich einen Unterschied, welcher der Prüfer weniger Punkte gibt. Sie entscheiden dann das weitere Vorgehen, das wir gerne im Rahmen eines Telefonats besprechen können.

Das Landesjustizprüfungsamt in Magdeburg, das dem Ministerium für Justiz und Gleichstellung zugeordnet ist, kennen wir aufgrund unserer Erfahrung gut. Es ist fair, „verschenkt“ aber keine Punkte. Sollten sich die Prüferinnen und Prüfer aber zu einer Anhebung der Bewertung durchringen, sperrt sich das Landesjustizprüfungsamt im Widerspruchsverfahren nicht. Die Erfolgsquote in Sachsen-Anhalt bei Prüfungsanfechtungen des 2. Staatsexamens liegt leicht unter dem Bundesdurchschnitt.

Wir helfen Ihnen gerne, wenn Sie nach einem negativen Ergebnis Fragen haben und beantworten diese Ihnen im Rahmen eines ersten Gesprächs.

Prüfungsanfechtung Sachsen-Anhalt, 2. Staatsexamen

Wir machen Prüfungsrecht. Unser Ziel ist Ihr Erfolg. Dabei können Sie unsere Erfahrung nutzen, um Ihre Chancen zu verbessern. Wir kämpfen für Sie um eine leistungsgerechte Bewertung. Nur wer die Chance nutzt, kann Erfolg haben!

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