Die Exmatrikulation

Eine Exmatrikulation kann vom Studierenden gewollt oder ungewollt sein. Unproblematisch ist die Exmatrikulation immer dann, wenn sie auf die erfolgreiche Beendigung des Studiengangs oder freiwillig, etwa bei Abbruch des Studiums, erfolgt. Problematisch dagegen ist die zwangsweise Exmatrikulation, für die es verschiedene Gründe geben kann.

 

Gründe für eine Exmatrikulation:
  • eine ordnungsgemäße Rückmeldung ist nicht erfolgt 
  • eine Studienleistung wurde endgültig nicht bestanden 
  • Studiengebühren werden nicht rechtzeitig oder überhaupt nicht gezahlt
  • Prüfungsleistungen wurden nicht bis zu einer bestimmten Frist erbracht 
  • bei schwerwiegenden Verfehlungen der Studentin oder des Studenten

Wann und wie die zwangsweise Exmatrikulation erfolgt, kann leider nicht pauschal beantwortet werden und hängt oft von den Umständen des Einzelfalls ab. 

 

Trotz Exmatrikulation weiterstudieren?

Die wohl häufigste Frage im Zusammenhang mit der Exmatrikulation lautet, ob, solange noch nicht klar ist, dass die Exmatrikulation tatsächlich wirksam ist – etwa bei einer Prüfungsanfechtung – , noch weitere Prüfungsleistungen erbracht werden können bzw. am Regelbetrieb (Vorlesungen, AGs etc.) teilgenommen werden darf. Dies hängt maßgeblich davon ab, wie die Hochschulen mit Widersprüchen oder Klagen gegen Exmatrikulationsbescheide umgehen. Der Großteil der Hochschulen gewährt das Weiterstudieren und auch das Ablegen von Prüfungen, da der Schaden, sollte sich die Exmatrikulation als rechtswidrig erweisen, nicht behebbar wäre. Dies kann, gerade wenn eine Prüfungsphase ansteht, dazu führen, dass Sie Prüfungen unter einem Vorbehalt der Rechtswidrigkeit der Exmatrikulation ablegen dürfen. In der Regel hilft es, diese Situation mit der Hochschule zu klären. Wir helfen Ihnen gerne dabei.  

Mögliche prüfungsrechtliche Probleme bei einer Exmatrikulation im Prüfungsverfahren:
  • Rückmeldung erfolgt?
  • Härtefall beantragt?
  • Handhabe der Behörde
  • Widerspruch gegen Bewertung?
  • Studiengebühr gezahlt?
  • Exmatrikulation rechtmäßig?
  • Fristen eingehalten?
  • Weiterstudium möglich?
Rechtswidrige Exmatrikulation überprüfen

Bei einer rechtswidrigen Exmatrikulation sollte auch geprüft werden, ob der Studentin oder dem Studenten dadurch ein Schaden entstanden ist. Zeiteinbußen können hier dazu führen, dass ein/e Absolvent/in erst später in den Beruf einsteigen kann. Der dadurch entstandene Schaden ist mitunter von der Hochschule zu ersetzen (Schadensersatz im Prüfungsrecht).   

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